Die immer lückenlosere Verfügbarkeit von Überwachungstechnik, die immer engmaschigere Vernetzung der Cloud-Dienste und die Einfachheit, mit der sich analoge Informationen digitalisieren lassen, hebeln das Konzept der informationeilen Selbstbestimmung, den Datenschutz, aus.
 Man kann nicht mehr kontrollieren, wer etwas über einen veröffentlicht und in welche Kanäle es sickert. Oft sind es Freunde und Bekannte, die etwas über jemanden veröffentlichen - manchmal, ohne es zu bemerken. Auch wer nicht am PC sitzt: Niemand kann sich sicher ein, dass er nicht gerade im Fokus einer Überwachungskamera oder einer Digitalknipse befindet oder dass gerade ein in der Nähe befindliches Handy mitschneidet, was er sagt.
Um nicht falsch verstanden zu werden: Jeder soll nach seiner Facon Gmail, Facebook, Handy, Tablet und Co. benutzen. Ich mache das auch, die Dienste und Geräte sind einfach zu praktisch, um auf sie zu verzichten.
Man kann die technische Entwicklung nicht zurückschrauben - das zeigt nicht zuletzt das hilflose Gesetz zum Vergessen bei Google. Was einmal im Netz veröffentlicht wurde, lässt sich nicht mehr rückstandsfrei
tilgen. Ich möchte kein schwarzes Bild einer Totalüberwachung zeichnen. Aber es verändert sich etwas. Jeder Mensch wird viel mehr in der Öffentlichkeit stehen als jemals zuvor.
Wir benötigen eine neue Kultur, um mit dieser Offenheit umzugehen.

Fazit aus einem Artikel ("Das Ende der Privatsspähre") von Jo Bager in der c't 20/2014

Einen weiteren interessanten Artikel dazu von Michael Seemann unter http://www.heise.de/ct/artikel/Archaeologie-der-Zukunft-1029002.html

 

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