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Willkommen im Wahnsinn

Die Ölkrise von 1973 ist unvergessen. Seit die arabischen Staaten ein Ölembargo gegen die USA und Holland wegen deren lsraelfreundlicher Haltung im Jom-Kipur Krieg aussprachen, zittert der Westen bei jeder Spannung im Na­hen Osten um den Ölpreis.

Erneut liegen am Ölmarkt die Nerven blank. So wie in den letzten Tagen ha­ben die Finanzmärkte schon lange nicht mehr gezittert, denn es scheint unver­meidbar, dass die USA und Großbritannien gegen den Irak in den Krieg ziehen. Der Vorwurf, der Irak wolle wieder Massenvernichtungswaf­fen produzieren, ist für Bush und Blair nicht allein der Grund für einen Krieg. Es geht um weit mehr in diesem Spiel. Der Irak sitzt auf den zweitgrößten Er­dölreserven der Welt. Rund zehn Pro­zent aller bekannten Erdölvorkommen. Nach wie vor ist der größte Unsicher­heitsfaktor für die Weltwirtschaft der Ölpreis und zeigt deutlich, wie ein Krieg auf den Konsumenten und die Unter­nehmen wirkt. Steigende Ölpreise ent­ziehen den Konsumenten die Kaufkraft. Gleichzeitig steigen die Verbraucher­preise durch gestiegene Energiepreise. Ein Krieg gegen den Irak hätte wenig Einfluss auf die US-Wirtschaft und die Weltkonjunktur, wäre da nicht der Öl­preis.

Ein Anstieg des Rohölpreises um 10$ verringert das Wirtschaftswachstum um 0,25 bis 0,5% so eine Faustregel. Schon ein Preis von 40$ pro Barrel wäre eine große Gefahr und würde nach wenigen Monaten die Weltwirtschaft in eine tie­fe Rezession stürzen. Alleine die Aus­weitung eines Krieges auf Saudi Arabi­en, den Nachbarn lraks, wäre verheerend und würde den Ölpreis auf 75$ treiben. Für den schlimmsten Fall, dem Gau für den Ölmarkt, wird ein Ölpreis von 160$ vorausgesagt. Öl für 160$ würde ein negatives Wirtschafts­wachstum erzeugen und zu einer De­pression führen.

Die Regierung der USA sieht dieses Risi­ko nicht. Im Gegenteil, für sie ist der Öl­preis ein Grund, Saddam Hussein zu stürzen. Der Präsidentenberater Lindsey verglich in einem Interview mit dem Wall Street Journal die Kosten für einen Irak-Krieg mit einer Investition, die öko­nomische Unsicher­heiten beseitige und das Ölangebot   erhöhe. Ohne die   Erwartung eines Irak-Krieges läge der Ölpreis unter 25$, also 20 Prozent unter dem heutigen Wert. Würde eine künftige irakische Regierung gar der OPEG den Rücken kehren, dürfte der Ölpreis gar auf 20 bis 22 $ fallen. Es ist kein Zufall, dass die vier größten Ölkonzerne Exxon und Chevron, amerikanische bzw. Royal Dutsch Shell und BP britische Konzerne sind, die mit Öl einen Umsatz von über 600 Mrd. $ pro Jahr erzielen.

Was meinte Gerhard Schröder damit, als er einen „Deutschen Weg“ zur Lö­sung der Kriegsgefahr am Golf ankün­digte? Vielleicht ist ihm klar geworden, dass jeder Schritt zur Loslösung von En­ergie- und Rohstoffabhängigkeit ein Schritt in Richtung Weltfrieden ist. Selbst wenn es die Gefahr der globalen Umweltzerstörung und die Naturkata­strophen durch den atomar/fossilen En­ergieverbrauch nicht gäbe: Allein aus friedenspolitischen Gründen liegt nichts dringender nahe, als ein dauerhaftes solares Energiezeitalter herbeizuführen. Ein derartiges Konjunkturprogramm zur Schaffung neuer Arbeitsplätze, ließe sich mit den über 28 Mrd. $, die Deutschland jedes Jahr für Öleinfuhren ausgeben muss, ohne Probleme finan­zieren. Wer will uns daran hindern?


Ansich ist das alles bekannt und nicht ungewöhnlich, allerdings ist der Text vom 05.02.2003 und dieser Tage kostet ein Barrel Rohöl durchschnittlich ca. 115$!

 

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